Sonntag, 30. März 2014

Es ist....wie es ist.....(noch ein Stück weil Sonntag ist!!!!lach)

Meine Tochter kam nach ihrem ersten Besuch bi mir öfter mit meinem Mann zu besuch,sie spielte dann an meinem Fixateur und kuschelte sich an mich.Sie störte das alles am aller wenigsten sie schien mich so zu aktzeptieren wie ich nun mal war,nach dem Unfall.Wenigstens darüber war ich froh und bin es bis heute noch.
Die Nasensonde wurde endlich gezogen und ich wurde umgestellt Brühe zu essen,naja mehr trinken.Man was für ein genuß,der Anblick wohl eher nicht.Wie sollte ich auch ohne Unterlippe und ohne Zähne Essen können wie ein normaler Mensch,ohne zu kleckern.
Ein Strohhalm musste her und es wurde eben Brühe getrunken,von der Brühe ging es dann zu gebundenen Suppen in allen Varianten von Puddingsuppen zu Brokolicremsuppen usw.Echt lecker!!!!wenn man nichts anderes Essen kann,heute hasse ich Brühe kann sie einfach nicht mehr sehen,zu lange hebe ich mich nur davon ernährt.
Oder noch so eine tolle Sache ,man trägt mit 21 Jahren zum Essen noch ein Lätzchen ,weil man ohne Unterlippe einfach immer und ständig  kleckert auch super klasse (lächerlich oder?)
Es war langweilig im Einzelzimmer,trotz täglicher Besuche meiner Familie(sie wechselten sich ab).
Tägliche Arztvisiten,Untersuchungen und Bewegungsübungen,Sprachtherapien usw.Zeitschriften blätterte ich nur so durch und Bücher verschlang ich regelrecht,Musik lief eigentlich ständig.
Die gehübungen machte ich mit viel Ehrgeiz mit,so lange wie mich die dünnen Beine eben hielten zu der Zeit.Aber die Muskeln würden schon noch wieder kommen.
Wenn ich alleine war,und das war ich sehr oft,dann grübelte ich ,machte mir Gedanken wie es hatte bloß pssieren können und wie es wohl weiter gehen würde,an all das gerede der Ärzte wollte ich nicht glauben.
Ich hatte Angst davor was noch alles kommen würde .
Ich hatte einen tollen Mann und eine super Tochter,und das sind sie heute noch.
Meine Tochter war noch so klein und sie brauchte mich doch noch,das sollte jetzt alles vorbei sein?
Nein!!!!!
Alles heulen würde mir nichts bringen und mein Gesicht würde ich dadurch auch nicht wieder bekommen ,also sollte ich doch eigentlich froh sein und zufrieden sein nicht mein Leben verloren zu haben.
Vielleicht würde am Ende doch alles noch besser werden,was für Hoffnungsvolle Gedanken in mir brodelten.
Das sollten aber Wunschgedanken bleiben.
Ich nahm mir vor tapfer zu sein und nicht immer nur zu jammern und zu heulen,ich wollte das beste aus der Sache machen ,wie lange ich es schaffen würde Tapfer zu sein?
Ich wusste es nicht,es war ein Wechselbad der gefühle von großer Freude Überlebt zu haben bis hin zu dem Wunsch doch lieber gestorben zu sein .
Aus dem Einzelzimmer wollte ich gerne raus ,ich wollte Unterhaltung haben ,abgelenkt werden von den bösen Gedanken.
Aber ich wusste auch nicht ob es jemanden gab der freiwillig mit mir in einem Zimmer liegen würde wollen.
Es war schon schwer mich unbefangen zu behandeln wenn man mich erst mal sah,wem wollte ich sowas zumuten,wenn ich selber nicht mal mehr in den Spiegel sah,ich tat es seit dem ersten schrecklichen mal nicht mehr.
Ich konnte es nicht!!!!

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