Dienstag, 1. April 2014

Es ist....wie es ist......(heute mal Dramatisch)

Der Besuch der Cafeteria kam und ab ging es wieder mit dem Rollstuhl ,die Strecke war einfach zu weit,als das ich sie hätte schon an den Krücken gehen können.
Ich saß also wieder in meinem Rollstuhl und meine Tochter hatte es sich wieder auf meinem Schoss bequem gemacht.Meine Schwiegereltern wollten unten in der Cafeteria auf uns warten.
Leute Kakao habe ich dort getrunken,echten Kakao und echten Kaffee mhhhh lecker,allerdings mit einem Strohhalm,anders ging es eben nicht!
Ich hatte wie eigentlich immer wieder ein Handtuch vor meiner unteren Gesichtshälfte ,ich trug es nur nicht wenn ich schlief  oder bei Untersuchungen.Mein Mann tat mir da unten nach einiger Zeit echt Leid ,auch er musste es aushalten wie uns ,oder mich die Leute teilweise anstarrten.Und über mich sprachen,teilweise sogar mit dem Finger auf mich zeigten.Ich versuchte mich wacker zu halten und nicht anzufangen zu weinen,die Tränen konnte ich schon spüren.
Als ich dann endlich wieder in meinem Zimmer war fing ich doch zu weinen an.Alle da unten sahen so gesund aus ,alle normal.Und ich ???
Ich fühlte mich mal wieder wie ein Monster ,ohne Zähne,kaum Haare  und riesige Narben da wo eigentlich mein Mund hätte sein sollen.Ein sabberndes Häufchen Elend.
Ich war wieder an dem Punkt angekommen wo ich aufgeben wollte .Mein Mann sollte nicht mehr wieder kommen ,es sich nicht antun,das konnte es doch nicht gewesen sein?
Mein Mann und meine Tochter waren das Beste was mir Passiert war ,immer wieder erzählte er mir das er mich lieben würde,und das auch er mich brauchen würde genau so wie unsere Tochter.Ich solle bitte nicht aufgeben.
Zusammen würden wir es doch schaffen,Leben wäre doch wichtiger als alles andere.
Er fing dann plötzlich an mich Calimero zu nennen ,Leute Lacht nicht!!!!!
Beim Lachen bzw wenn ich zu Lächeln wollte verzog sich immer ein Teil von meinem Rest Mund so das es wohl sehr komisch aussah,ich glaube es sah zum schreien aus .
Auch der Tag ging vorbei ,wie eigentlich alle an mit vorbei gingen.
Ich hatte wieder etwas geschafft und das erst mal war ja immer das schwerste mal.Somit würde es wohl das nächste mal leichter werden.So hoffte ich wenigstens in dem Moment .
Am nächsten morgen wurde mir mitgeteilt das ich in einem Taxi in die Radiologie gebracht werden sollte zu einer dieser Schichtaufnahmen,dazu muss man wissen das ,das Gelände der Uniklinik Kiel sehr groß ist und man nicht alles so schnell zu Fuß erreichen kann.
Da ich nur kurze Strecken an Krücken gehen konnte also Taxi fahren.
Irgendwann musste ich ja wieder mal in ein Auto steigen nach meinem Unfall,aber warum so schnell??
So wurde ich nach dem Frühstück von einer Krankenschwester samt Papiere die ich benötigte nach unten gebracht.Dort wartete sie mit mir auf das Taxi,sie sollte mir ja noch ins Auto helfen(wie lächerlich wie bei einer alten Frau).
Naja mit dem Fixateur sollte es auch nicht so einfach sein.
Das Taxi kam also und ich wurde in dieses Auto verfrachtet,es klappte besser als erwartet.
Der Taxifahrer war sehr nett(sollte er auch sie fuhren ja nur die Klinikfahrten).Die Fahrt selber fand ich nicht so schlimm,hätte ich mir schlimmer vorgestellt.So kamen wir nach einigen Minuten an der Radiologie an ,mir wurde aus dem Auto geholfen und dann wurde ich im Rollstuhl in die nächste Klinik geschoben.
Die Papiere wurden mir abgenommen und ich im Wartezimmer geparkt!
Da musste ich dann geschlagene 4 Stunden warten bis ich endlich dran war.Ich glaube so viele Menschen wie mich da beim vorbei gehen angestarrt haben gab es nicht oft,all diese mitleidigen Blicke.
Mittlerweile hatte ich dafür nur noch ein müdes Lächeln übrig,ich überging diese Blicke einfach.
Nachdem ich aufgerufen wurde schoben sie mich in einen Untersuchungsraum.klasse!Kennt man ja solche Geräte,Röhren wo man rein geschoben wird wenn man auf der Liege liegt.Oje ich war ja schon nie wirklich groß aber mit dem schweren Gestell am Kopf und Körper !Wie sollte ich da bloß rauf kommen?So wie die Ärzte es gerne hätten?
Die anwesende Schwester machte nicht den Eindruck als das sie mir helfen wollte ,guckte nur uninteressiert.
Ich würde es schon alleine schaffen,dachte ich mir.Es war aber doch schwerer als ich gedacht hatte und ziemlich unbequem(Auf der Seite liegend und der Kopf hing dann zwischen dem Fixateur in der Luft).
Wie lange ich da so liegen musste weiß ich nicht mehr es war jedenfalls sehr anstrengend und sah bestimmt zum schießen aus .Ich hatte echt Angst da runter zu fallen.Wäre schon was gewesen Autounfall überlebt und beim Sturz vom Computertomographen tödlich verunglückt oder so......
Irgendwann nach vielem hin und her gerenne der Schwester ,damit ich auch richtig liege war das Fotoschooting dann beendet und ich konnte da wieder runter klettern,man gab mir die gemachten Aufnahmen in einem riesen Umschlag in die Hand und schob mich in meinem Rollstuhl zum Eingang .
Dort sollte das Taxi hin kommen um mich wieder zurück in die Unfallchirugie zu fahren,eine Krankenschwester wartete dort mit mir .
(so ich schreibe nachher noch über einen weiteren schlimmen Moment ,bis später )

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