Samstag, 5. April 2014

Es ist....wie es ist......es geht weiter !!! Samstag erster Teil

Meine Tochter sollte nicht darunter leiden wie es mit nach dem Unfall ging und mein Mann auch nicht.So lange hatte er jetzt zu mir gehalten und auch diesen ganzen Mist mit durchgemacht.Einfach war es bestimmt nicht und als er vor knapp 2 Jahren am Altar Ja gesagt hatte ,meinte er bestimmt nicht das dieses Schlechte Zeiten so schnell anbrechen und fällig würde!!
Nachdem ich verzweifelt versucht hatte mich nach der Rückkehr zu Hause auf dem Sofa auszuruhen und es doch nicht so geklappt hatte,stach mich irgendwie der Hafer.
Ich wollte unbedingt mal wieder was ganz normales Essen.Nichts was keiner Erkennen kann,nichts was nur matschig war.
Einfach was normales,so schickte ich meinen Mann los und er musste Einkaufen damit ich versuchen konnte was zu Kochen.
Der Plan waren einfache Spagetti Bolognese.
Meinen mann schickte ich alleine los ,meine Tochter sollte er bei mir lassen,ich wollte versuchen alleine mit ihr klar zu kommen wenn keiner in der Nähe war.
Ja gleich am Tag an dem ich nach Hause kam wollte ich es wissen.
Und ja es klappte super ,sie war echt eine liebe machte keinen Blödsinn sondern wollte einfach nur in meiner Nähe sein.Die Spagetti sind den Abend auch was geworden und ich habe endlich mal wieder was gegessen was man auf dem Teller erkennen konnte. Manomann war das Lecker!!!!
Den Alltag schaffte ich als ich wieder zu Hause war besser als erwartet ,ich schaffte es meinen Haushalt zu machen und mein Mann nahm mir ab was ich durch die Behinderung mit dem Fixateur nicht schaffen konnte.
Ja ,ich knallte schon mal mit dem verflixten Ding gegen Sachen wenn ich mich zu weit nach vorne gebeugt hatte,den Kopf nach unten ging auch eben nicht und Bücken!!!war oft immer noch echt ein Wagnis.Es waren alles einfach Kleinigkeiten die ich noch nicht schaffte.Aber meine Familie half uns auch  wenn ich irgendetwas nicht schaffte.Sie kochten auch mal für uns mit und brachten es uns dann vorbei.
Ich war oft noch schnell erschöpft wenn ich es mal wieder zu doll übertrieben ahbe mit meinem selber machen und nicht auf Hilfe warten,der Alltag war oft anstrengend.
Meine Zwillingsschwester kam mit meinem Neffen öfter mal vorbei und auch unsere Familien besuchten uns ,guckten ob alles Klar sei,Mein Mann hatte wieder angefangen zu Arbeiten,der Bund hatte ihn Wochenlang vom Dienst befreit um bei unserer Tochter und mir bleiben zu können nun musste der Alltag wieder los gehen.
Das einzige was ich in der ersten Zeit nicht schaffte war aus dem Haus zu gehen.Ich verschanzte mich in unserer Wohnung vor Angst was die anderen sagen würden?,wie sie mich angucken würden?was sie tun würden wenn sie mich so sehen würden?
Ich bekam schon Panik Attacken wenn ich nur darüber nachdachte.
Irgendwann hielt meine Zwillingsschwester mein Elend nicht mehr aus und zwang mich fast morgens mit ihr Einkaufen zu gehen.Mein Mann hatte sich mein Elend auch  immer nur angeguckt und versucht mich zu überreden mal raus zu gehen.
Ich schaffte es einfach nicht,ich hatte so eine Angst.Ich schämte mich dafür was aus mir geworden war,wie ich aussah .
Der Fixateur,das verunstaltete Gesicht mit dem Handtuch vor dem Mund .Grausig wem sollte ich sowas zumuten?
Der erste Einkauf zu dem ich dann ja von meiner Schwester fast gezwungen wurde ,war rückblickend dann doch nur halb so schlimm.Meine Schwester blieb dabei immer in meiner Nähe.
Ich sah endlich mal wieder was anderes,meine Heimat ,mein zu Hause.
Auf dem Weg in die Stadt sprach mich keiner an und ich hatte das Gefühl die die uns entgegen kamen wechselten die Straßenseite als wir zum Sparmarkt gingen aber ich hielt es aus.Ich fühlte mich in diesen Momenten wie ein Aussätziger obwohl ich ja nichts dafür konnte,aber Reaktionen anderer Menschen konnten einen schon sehr verletzten ,ohne das sie was dazu tun .Man hatte meiner Schwiegermutter Beileid gewünscht als ich im Krankenhaus lag weil sie der Meinung seien ich wäre gestorben,Welch ein erstaunen ,mich gab es noch!!!
Zu dem Zeitpunkt machte ich mir nicht die Gedanken das alle es nicht besser wüssten ,wie sie mit meiner Situation hätten umgehen sollen.Heute denke ich da anders.
Das Problem am meiner Situation war zu der Zeit für mich es war mein Heimatort und alle kannten mich von vorher .meine Zwillingsschwester sagte immer nur ich solle mir da nichts bei denken ,Nackt würden die auch alle nicht schön aussehen.Ich solle mich freuen nicht gestorben zu sein.Wenn ich nämlich gestorben wäre könnte ich all die Schönen Dinge nicht mehr machen  und es würde bestimmt bald besser werden,
Sie hat mich in dieser Zeit immer so genommen wie ich war,hat sich nie geschämt wenn sie mit mir unterwegs war.Vielleicht lag es einfach an den Angstmomenten die sie Ausstehen mussten als alle dachten ich könnte sterben ,dann hätten sie mich ganz verloren,und zwischen Zwillingen besteht unwiederruflich ein besonderes Band (kann ich bestätigen )
Also mussten sie mich so nehmen wie ich jetzt war .

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