Montag, 7. April 2014

Es ist ......wie es ist......(der nächste Teil)

Ja jetzt war er ab,der Fixateur!Unwiderruflich ab,kein Metallgestänge mehr um den Oberkörper rum ,keinen Heiligenschein mehr auf den Kopf.Alle Schrauben aus dem Schädel raus gedreht!(keine Schraube mehr Locker!!!)
Mein Rücken hatte unter dem Korsett immer gejuckt wie nichts gutes ,und dran gekommen bin ich nie.Es war manchmal echt zum verrückt werden,das kann ich euch so sagen!
Ja man sagt Stelle merken und Waschen,aber unter das Scheißteil ist man ja nicht drunter gekommen.Was habe ich mir damals alles einfallen lassen,Lineal?Zollstock? ach nichts hat gepaßt und geholfen.
Und jetzt nachdem sie alles abgebaut hatten ,war auch zu sehen warum?es immer so gejuckt hatte!
Dadurch das das Ding da schön Monate lang rum gebaut war konnte der Rücken ja nie gewaschen werden,mh wie lecker.Und mit dem eingelegten Lammfell und dem Schwitzen meinerseits hatte sich da eine ganz leckere Schicht gebildet,vom Schweiß der sich da gesammelt hatte.War echt Ekelig .Ich will es hier auch gar nicht weiter beschreiben.
Der Arzt hatte mir dann eine Halskrause umgelegt und eine Krankenschwester kam dann gleich um mir den Rücken zu waschen.
Das war eine Wohltat nach all den Monaten.
Die Halskrause sollte ich dann die nächsten Wochen(Monate )erstmal ständig tragen um das Genick zu Unterstützen und zu schützen.
Ruckartige Bewegungen sollte ich verhindern,und zu wild sein sollte ich in der nächsten Zeit auch nicht.Was hat der Arzt denn Gedacht was ich machen wollte????
Und Krankengymnastik ,das sei das A und O ,sehr viel und sehr ausgiebig sollte ich das machen!!!
Und das wo ich so ein super disziplinierter Sportler war!!!!
Wisst ihr was noch echt toll war???
Ich konnte endlich wieder richtige Klamotten anziehen,über den Fixateur konnte man ja nie was rüber ziehen,wie das immer aussah was ich damals anziehen musste!
Aber da ging es dann wieder,es lebten die Pullover und Sweatshirts!!!
Man soll sich echt wundern wie wichtig es ist sich in seinen Klamotten wohl zu fühlen.Man merkt es erst wenn man gezwungen ist nur anziehen zu können was eben geht.
Ich hatte mein Lieblings Kaputzenshirt mit in die Klinik gebracht und das hatte ich nun angezogen,es war einfach Herrlich .
Mir ging es schlagartig besser,obwohl ich muss beichten.
Ich hatte so eine leichte Panik das,dass Genick nicht halten würde und benahm mich erstmal sehr vorsichtig.
Es war Super ungewohnt und mein Kopf eigentlich ganz schön schwer zu halten.Aber ich freute mich auf Schlafen mit dem Kopf auf einem Kissen(lach).
Ja manchmal sind es Kleinigkeiten die einem Freude machen können.
Mir wurde gleich mitgeteilt das mir noch jede Menge Operationen bevorstanden und ich diese bitte nicht auf die Lange Bank schieben sollte.
Es fiel mir in der Zeit danach  oft schwer die ganzen Termine zu Untersuchungen einzuhalten,jedesmal musste ich mich überwinden,es war immer ein enormer Angang.
Aber so wie ich aussah wollte ich ja auch nicht bleiben.
Wenn ich jetzt raus vor die Tür ging trug ich keine Handtücher mehr vor der Unteren Gesichtshälfte,nein ich war zu Tüchern und Schals übergegangen.Und so fiel es mir mit der Zeit auch leichter raus und unter Leute zu gehen.Ich hatte keine Angst mehr vor dem angestarre anderer Menschen ,wobei es auch da immer mal gut und schlechte Tage gab.
Ich lebte mein Leben so wie es nun mal geworden war,versuchte das Beste daraus zu machen.Den nächsten Tiefschlag gab es ziemlich schnell,warum sollte dieser auch zu lange auf sich warten lassen.Ich sollte mit der Krankengymnastik beginnen und benötigte dafür eine Praxis die das machen würde.
Leider ging es in der ersten Praxis direkt in die Hose,als ich rein kam um nachzufragen ob ich die KG dort machen lassen könnte wurde ich echt blöd angeguckt und es wurde mir erklärt so wie es ......aussehen würde wäre es denen dort leider nicht möglich mich zu behandeln,was auch immer die Aussage bedeuten sollte!!!
Also musste ich erst suchen bis ich dann eine Praxis gefunden hatte die mir halfen ,und auch diese für mich wichtigen Übungen mit mir gemacht haben.
Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern ,aber ich hatte es was Freunde betraf nicht wirklich Leicht.Am Anfang hatte ich das Gefühl ich hätte gar keine mehr.Ich hielt mich viel in der Gaststätte meines Vaters auf und meine Schwester und meine Schwiegereltern waren für mich da .Ich glaube zu der Zeit hatte keiner wirklich Intresse an mir.Rückblickend war es eine sehr Einsame Zeit.
Meinen Mann habe ich immer bewundert und das tue ich heute noch,er hat mich nie allein gelassen er war immer da,genau wie er es mir bei unserer Hochzeit vor dem Altar versprochen hatte.Er hat es bis heute gehalten.Bis auf den Kram den andere auch mitmachen.
Dann nachdem ich einige Zeit zu Hause verbringen durfte ,musste ich wieder los nach Kiel die Klinik rief .Es sollte weitergehen mit mir und dem Weg in mein neues ich........
(später gibt es mehr)

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